In Krisenzeiten zeigt sich offenbar noch viel deutlicher der Unterschied zwischen starken und schwachen Führungspersönlichkeiten.

Dies wird nicht nur bei den Vertretern aus der politischen Landschaft vieler einzelner Staaten deutlich, sondern auch in vielen Unternehmen.

Zögern, Orientierungslosigkeit und eigene Unsicherheit von Entscheidungsträgern wird natürlich unmittelbar auf eine Bevölkerung und auch auf die Belegschaft eines Unternehmens übertragen.

Doch was brauchen die Menschen gerade jetzt, in solch unsicheren Zeiten? Was wünschen sie sich?

Zunächst einmal brauchen Sie vor allem klare Aussagen darüber, wie es weitergeht:

  • Woran arbeitet die Führung gerade?
  • Welche Lösungsansätze gibt es?
  • Wie kann ich meinen Beitrag leisten?

Die offene Diskussion über mögliche Lösungen zum Beispiel wird laut einer Umfrage von Statista von über der Hälfte aller Arbeitnehmer erwartet. Dies bestätigt unsere eigene Erfahrung, vor allem aus der Zusammenarbeit mit unseren Kunden in den letzten Wochen.

Der Erhalt von Informationen über die Lage und Zukunft der Firma nimmt sogar einen noch größeren Stellenwert ein und wird von 66,6 Prozent der Belegschaft gewünscht. Hier finden Sie die gesamte Studie.

In unsicheren Zeiten ist die Führungskraft vor allem als Vorbild und als sicherer Anker gefragt. Ehrlichkeit, was die Lage angeht und Zuversicht, was die weiteren Schritte und die Zukunft betrifft – vor allem das sind die Dinge, die Mitarbeiter brauchen, um einen Anker zu haben, an dem sie sich orientieren können.

Mitarbeiter wollen informiert werden, wollen beteiligt werden und möchten Sicherheit, soweit dies in der gegenwärtigen Situation möglich ist. Deshalb ist jede konstruktive, zukunftsorientierte Handlung sinnvoll.

Informieren Sie über alle Themen, an denen Sie aktuell arbeiten, um die Zukunft zu gestalten. Tun Sie es nicht, dann stehen Gerüchten Tür und Tor offen. Und das hat meistens fatale, demotivierende Folgen.

Und beziehen Sie Ihre Mitarbeiter mit ein. Führen Sie Zukunftsworkshops durch, sammeln Sie Ideen, arbeiten Sie gemeinsam an Lösungen. Das schweißt zusammen und macht wieder Mut.

Ihre Mitarbeiter brauchen eine klare Richtung und etwas zu tun, damit sie nicht in Passivität und Frust versinken. Das geht auch mit Online-Kursen zur Weiterbildung statt mit Kurzarbeit und dem Abbau von Überstunden. Kombinieren Sie beides und Sie werden sehen, es geht durch die gemeinsamen Aktivitäten ein Ruck durch Ihr Unternehmen.

Und hören Sie Ihren Mitarbeitern zu. Lassen Sie Fragen zu, lassen Sie Vorschläge zu, greifen Sie Ideen auf.

Arbeiten Sie jetzt an der Zukunft, und nicht erst nachdem andere, derzeit zurecht vorsichtige Politiker, wieder ein Startsignal geben. Nutzen Sie alle Möglichkeiten, die Ihnen die Digitalisierung schon lange bietet. Es gibt keinen Grund, nicht zu handeln. Es gibt jedoch viele Gründe, jetzt etwas zu tun und die Zukunft zu gestalten. Gemeinsam schaffen wir das!

Sie werden sehen: Es lohnt sich – immer!

Ihr –

Michael Hampel

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